Prof. em. Dr. rer. nat. habil. U. Bommhardt
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T-Zellen sind zentrale Regulatoren und Effektoren der adaptiven Immunantwort. Sie reifen im Thymus über komplexe Differenzierungsprozesse, wobei ein antigen-spezifisches und selbst-tolerantes T-Zellrepertoire generiert wird. Neben konventionellen T-Zellen werden im Thymus auch kleine nicht-konventionelle T-Zell-Subpopulationen, sog. „innate“ T-Zellen, generiert, wie invariante natürliche Killer-T-Zellen (iNKT) und virtuelle Gedächtnis-T-Zellen („virtual memory T cells“). Mein langjähriges Forschungsinteresse liegt in den Signalprozessen, die bei der Reifung, Aktivierung und Differenzierung von T-Zellen zum Tragen kommen. Die Kenntnis der involvierten Signalmechanismen trägt nicht nur zum allgemeinen Verständnis der T-Zellfunktion bei, sondern ist auch Voraussetzung für die Entwicklung neuer Medikamente und gezielte pharmakologische und zelluläre Interventionen der T-Zellantwort, z.B. bei inflammatorischen oder autoimmunen Erkrankungen, der Tumorentstehung- und abwehr oder dem Altern. Mittels transgener, konditional-defizienter Mausmodelle und pharmakologischer Inhibitoren wurden insbesondere die Lck-Erk-, PKB/Akt- und Ca2+-NFAT-Signalwege untersucht sowie die Funktion des Kälteschockproteins YB-1. Unsere Untersuchungen zu YB-1 zeigen u.a., dass YB-1 ein neuer, essentieller Regulator der thymischen Reifung von iNKT-Zellen ist (EJI, 2026). Als emeritierte Gastwissenschaftlerin im IKIZ sind fortführende Analysen zu YB-1 in Kooperation mit der AG Schüler und AG Kahlfuß anvisiert und ermöglicht.
